Risikofaktor "Medikamente per Nachnahme"

Gesundheitsrisiko. Weltweit schlagen Gesundheitsbehörden, Mediziner und Apotheker Alarm. Immer mehr gefälschte Medikamente werden direkt oder über das Internet verkauft. Was in vergangenen Jahren ein Problem von Dritte-Welt-Ländern bezeichnet wurde, hat längst auch Europa erreicht: Medikamente ohne Wirkstoffe oder solche, die höchst gefährlich sind.
Es ist ein gefährliches Geschäft mit der Gesundheit: Milliarden von Dollars werden jährlich mit gefälschten Medikamenten von kriminellen weltweit verdient. Die Palette reicht von lebensnotwendigen Medikamenten, die keine oder gar schädliche Wirkstoffe haben über Aufbaupräparate für Sportler bis hin zu PDE 5-Hemmern, besser als Viagra, Cialis oder Levitra bekannt. Beinahe jeder kennt die unerwünschten Spams, die das blaue vom Himmel, noch dazu einladend günstig, versprechen. Im günstigsten Fall handelt es sich um Placebos, in den meisten Fällen sind die Wirkstoffe unbekannter Herkunft und oft schädlicher Wirkung.

Brandgefährlich waren auch angeblich "rein pflanzliche Potenzmittel", die im weltweiten Netz tausende Abnehmer fanden. Untersuchungen haben ergeben, dass diese Präparate gar nicht pflanzlich waren, sondern Wirkstoffe der Originalpräparate enthielten. In uneinschätzbaren Dosierungen allerdings.

Ärzte, Pharmazeuten und mittlerweile Gesundheitspolitiker warnen eindringlich davor, auf den "Pflanz mit den pflanzlichen Mitteln" hereinzufallen.



Vor der Reise in die Apotheke

Auch Fernreisenden wird empfohlen, Medikamente (auch jene für die Reiseapotheke) von zu Hause mitzunehmen. Denn viele Präparate sind in den Urlaubsländern nicht erhältlich, bei vielen anderen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, gefälschte Arzneien zu erhalten.
CMK

Links:
Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
Apothekerkammer
Gesundheitsministerium