Tabuthema "Prostata-Vorsorge" auf der Bühne...

Männer gehen nicht zum Arzt. Aus Feigheit.
Kabarettist Herbert Steinböck ging doch. Rechtzeitig.
Nun macht er anderen Mut, ihre Ängste zu überwinden.
Auch auf der Bühne.









Eiserne Stille.
Kabarettist Herbert Steinböck hat eine Schrecksekunde in sein „Solostück“ eingebaut. Nämlich dann, wenn er beginnt, Monate der Angst, Verzweiflung, aber auch der Hoffung zu beschreiben. Dann macht er die Männer im Publikum betroffen. Denn es geht um seine Erfahrungen und Gefühle, die er beschreibt. Und wie es ihm damals, als ihm die Diagnose „Proststakrebs“ gestellt wurde, ging. Und wie wichtig es ist, rechtzeitig zum urologischen Check zu gehen. Denn bei früher Diagnose und Therapie ist die Überlebenschance mittlerweile sehr hoch.

„Männer gehen nicht zum Arzt“, wissen Urologen. „Sie haben Angst, dass etwas gefunden werden könnte.“ Dennoch sollte das angeblich starke, aber nicht besonders mutige Geschlecht ab dem 45. Lebensjahr zur urologischen Vorsorgeuntersuchung gehen. „Bei der Routineuntersuchung stellen wir immer wieder Hinweise auf Krankheiten fest, die im Frühstadium leicht behandelt werden können,“ so Annemarie Riedl.
„Erhöhte Harnzuckerwerte können auf beginnenden Diabetes hinweisen, erhöhte Eiweißwerte auf chronische Nierenleiden.“ Auch sichtbares oder unsichtbares Blut im Harn kann Indiz sein, dass sich ein Tumor oder Nierensteine bilden.

Verdrängen heilt nicht
Beinahe jeder zweite Mann ab dem 50. Lebensjahr ist von einer Veränderung der Prostata betroffen. Mitunter ist sie vergrößert, manchmal entzündet. Vor allem in der ersten Phase einer Erkrankung haben Männer kaum Beschwerden. Nur die Untersuchung beim Urologen kann Gewissheit bringen, dass Mann gesund ist. „Eine Ultraschalluntersuchung, eine Harnstrahlmessung, die Analyse des Harns im Labor und der Tastbefund geben ein hohes Maß an Sicherheit in der Diagnose,“ so Annemarie Riedl. „Zusätzlich ist es auch empfehlenswert, einen Blutbefund zu erstellen, um den PSA-Wert – ein spezieller Wert, der auf einen möglichen Tumor hinweist – zu erfahren..“

Die gesamte Untersuchung ist in wenigen Minuten absolviert. Dennoch scheuen sich viele Männer immer noch vor der jährlichen Vorsorgeuntersuchung. „Bei urologischen Problemen ist die Medizin sehr weit fortgeschritten, wir können viele lästige Beschwerden oder gefährliche Erkrankungen heilen oder zumindest zu lindern“, sagt Riedl. Das sagt auch Herbert Steinböck. „Es war ein Schock, die Diagnose Krebs zu hören, aber mittlerweile bin ich wieder geheilt.“

Die aktuellen künstlerischen Auftritte von Herbert Steinböck finden Sie hier

Bei folgenden Beschwerden sollte man einen Urologen konsultieren:
Wenn bei Harndrang pressen nötig ist,
wenn man mehr als drei Mal in der Nacht zum Harnlassen aufstehen muss,
wenn der Harnstrahl unterbrochen ist oder schwächer wird und wenn man plötzlich starken Harndrang verspürt.
Dies könnten Hinweise auf eine Prostatavergrößerung sein, die jedoch auch gutartig sein kann und mit Medikamenten oder einfachen Eingriffen behandelt werden kann.

Info:
PSA-Wert
Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, welches fast ausschließlich von Prostatazellen gebildet wird. Krebszellen sind imstande, etwa die 10-fache Menge an PSA zu produzieren im Vergleich zu normalen Prostatazellen. Diese Erkenntnis macht man sich für die Früherkennung des Prostatakrebses zu Nutze. Mehr Infos unter www.krebshilfe.net

Autor: CMK